Pfui Spinne

Den Hauch der früher 80er umweht dieses Nöstlinger-Buch, in dem es um das erste Mal von Christine und Johannes Haselmeier, genannt Hasi, geht. Es hat sich bisher nicht ergeben soll endlich in dem vor den Eltern geheim gehaltenen gemeinsamen Sommerurlaub der beiden passieren. Aber statt wie geplant nach Griechenland, fahren Hasi, Christine und derer älterer Bruder als Anstandsdame nach Italien. Mit Hasi und der Liebe läuft es dort nicht so, wie Christine sich erwünscht hat, obwohl er abends das Appartement für sie sorgsam von Spinnen befreit. Stattdessen begegnet sie dem braungebrannten, älteren Christian-Michael und verliebt sich in ihn. Gut, dass Hasi nicht sofort abreist.

 

Christine ist eine starke 16-Jährige, die nichts machen möchte, wozu sie keine Lust hat. Pfui Spinne, sagt sie sich dann lieber. Nöstlinger hat eine junge Frau geschaffen, die fern von dem, was ihre Eltern ihr vorleben, selbst bestimmen wird, wohin ihre Liebe und ihr Leben geht. Und dazu gehört eben auch, sich hin und wieder etwas treiben zu lassen ...

Unbedingt lesen, auch wenn in den 80er noch keine Smartphones surrten, der Euro noch nicht erfunden war und das Dekor der Geschichte veraltet erscheint. Kein Problem, denn Christines Gefühlsstrudel in der Entscheidung zwischen dem guten Hasi und dem aufregenden Christian-Michael bleibt zeitlos stehen.

Pfui Spinne, Christine Nöstlinger, 168 Seiten, Taschenbuch, erstmalig erschienen 1981, Beltz, ab 14 Jahren.